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Interview mit Chris Tall: „Mit einer Prise Humor geht alles besser“

Lucas Kurth 08. Februar 2019 10:51

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    Mit einer großen Portion Power und Optimismus füllt Comedian Chris Tall mittlerweile große Hallen und ist auch im TV omnipräsent.

Chris Tall wurde über Nacht mit einem Auftritt bei „TV Total“ zum Star. Mittlerweile geht der viel beschäftigte Comedian mit seinem zweiten Programm auf Tour – und nimmt sich dennoch etwas Zeit, um mit uns zu plaudern. Warum ihn FIFA-Spielen vor dem Auftritt entspannt und was sein Vater über das Programm denkt, erzählt uns der 27-Jährige im Interview – und hinterlässt anschließend sogar noch Karten für seinen Auftritt am 24. November in der Westfalenhalle in Dortmund, die Ihr gewinnen könnt.

Scenario: Nach Deinem ersten Programm bist Du jetzt mit dem Programm „Und jetzt ist Papa dran!“ auf Tour. Was erwartet uns?
Chris Tall:
Da möchte ich nicht zuviel verraten, da die Leute es ja live erleben sollen. Aber ich bleibe meinen Kernthemen treu: Generation, Integration und bodenloser Unsinn.

Scenario: Wie ist Dein Vater damit umgegangen, in diesem Programm die Hauptrolle zu spielen?
Chris Tall:
Er ist total stolz! (lacht) Als ich damals mit dem Programm „Selfie von Mutti“ Premiere hatte, waren meine Eltern auch da. Nach der Show kam mein Vater zu mir und fragte: „Sag mal, was soll das? Warum redest du nur über deine Mutter? Hast du sie lieber als mich?“ Da konnte ich ihn beruhigen und habe gesagt: „Keine Sorge Papa, du bist auch noch dran!“ Jetzt ist es so weit.

Scenario: Du wurdest über Nacht durch einen Auftritt bei „TV Total“ zum Star. Was sind Ziele, die Du nun noch erreichen möchtest?
Chris Tall: Ich freue mich jeden Tag, dass ich diesen Beruf ausüben darf und meine Comedy angenommen wird. Im vergangenen Jahr durfte ich wieder ein wenig schauspielern. Das hat viel Spaß gemacht. Irgendwann würde ich gerne einen eigenen Kinofilm drehen.

Scenario: In Deinem ersten Programm ging es in einem Teil um Minderheiten. Dabei hast Du auch Rollstuhlfahrer humorvoll betrachtet. Ich sitze selbst im Rollstuhl und fand es sehr lustig. Gab es denn auch einmal negative Reaktionen?
Chris Tall:
Ja, es gibt auch kritische Stimmen, wenngleich gerade die Rollstuhlfahrer mich immer wieder auffordern, weiterzumachen. Wir erhalten viele positive Mails. Ich gebe aber zu, einmal bin ich in einer Show über das Ziel hinausgeschossen. Das habe ich gemerkt und mich sofort entschuldigt.

Scenario: Gibt es beim Humor eine Grenze für Dich?
Chris Tall:
Grundsätzlich gibt es meiner Meinung nach keine eindeutige Humor-Grenze – jeder Comedy-Künstler legt ja seinen eigenen Geschmacks-Kosmos fest. Das macht sie oder ihn im Idealfall unverwechselbar. Ich mache keine Witze über jemanden, wenn ich merke, dass derjenige sich nicht wehren kann oder es ihn verletzt. Ich gebe aber zu, dass ich die ganz großen weltpolitischen Themen eher selten im Programm habe. Das können andere besser.

Scenario: Wie entsteht ein neues Programm? Woher nimmst Du die Ideen?
Chris Tall:
Ich erzähle Geschichten, die ich erlebt habe, und spreche über Themen, die mich gerade interessieren oder umtreiben. Natürlich überspitze ich manches, aber es ist schon ein sehr persönliches Programm.

Scenario: Welchen Beruf würdest Du ausüben, wenn Du kein Comedian geworden wärst?
Chris Tall:
Ich habe Versicherungskaufmann gelernt, bin aber doch froh, dass es mit der Comedy geklappt hat...

Scenario: Wie entstand eigentlich der Künstlername „Chris Tall“?
Chris Tall:
Den habe ich eigentlich meiner Mutter zu verdanken. Wir haben rumgesponnen und sprachen über Künstlernamen. „Chris“ wollte ich unbedingt behalten. Also habe ich sie gefragt: „Mama, fällt dir irgendetwas ein?“ Und sie meinte: „Du bist doch mein Kristall!“ Na ja, so kam eines zum anderen.

Scenario: Bist Du vor Auftritten denn noch nervös und hast Du ein bestimmtes Ritual, bevor Du auf die Bühne gehst?
Chris Tall:
Nervös nicht direkt, aber ich habe schon viel Respekt vor jedem Auftritt. Da ist es auch egal, ob ich vor 100 oder 10.000 Menschen spiele. Vor jeder Show zocke ich FIFA, das entspannt mich.

Scenario: Warum bist Du Comedian geworden und gab es Vorbilder?
Chris Tall:
Für Comedy habe ich mich schon sehr früh interessiert. Otto Waalkes war mein Kindheits-Held und Mario Barth habe ich auf einer Bühne in Hamburg gesehen, da war ich noch ganz klein. Da dachte ich: „Boah, das will ich auch machen!“ Deswegen bin ich dann auch erst mal Versicherungskaufmann geworden (lacht).

Scenario: Hast Du Ratschläge für junge Leute, die selbst ein ähnliches Ziel anstreben wie Du?
Chris Tall:
Ich finde es schwer, Ratschläge zu erteilen. Aber ich kann sagen, mit einer Prise Humor geht alles besser.

Chris Tall lädt zwei von Euch Scenario-Lesern zu seiner Show „Und jetzt ist Papa dran!“ in die Westfalenhalle in Dortmund am 24. November um 20 Uhr ein.
Um 1 x 2 Tickets zu gewinnen, ruft dazu an unter: Tel. 0137 / 80 84 00 344!
Zuerst nennt Ihr das Stichwort „Chris“, dann nach der Aufforderung Namen, Adresse und Telefonnummer. Ein Anruf kostet 0,50 Euro aus dem dt. Festnetz. Mobilfunkpreise können abweichen. Aktionsende ist am 16. Februar, 23.59 Uhr.
Der Gewinner wird benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme begründet keinen rechtlich verbindlichen Anspruch und keinen Schadensersatzanspruch für den Fall, dass die Veranstaltung abgesagt oder verlegt wird.
Eure Daten werden nach Ziehung der Gewinner gelöscht. Info auf www.medienhaus-bauer.de/gewinnspiele.
 

Chris Tall: „Und jetzt ist Papa dran!“
24. November, 20 Uhr
Westfalenhalle, Dortmund
Karten gibt es – soweit verfügbar – im RZ- und SZ-Ticketcenter oder unter der Ticket-Hotline Tel. 0209 / 14 77 999.

 

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