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Interview mit Mozah: Fette Beats und Blasmusik

Annika Mittelbach 19. Februar 2019 15:43

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    Coole Musik mit Blasinstrumenten? Die Band Mozah beweist: Ja, das geht! Uns haben sie ihr Geheimrezept verraten.

Rap und Blasmusik? Wie gut kann das schon zusammen passen? Die neun Jungs der Band Mozah aus Köln vereinen diese beiden Leidenschaften in ihrem Sound und schaffen damit etwas Neues, das besonders live gut ankommt. Scenario sprach mit der ungewöhnlichen Truppe.

Scenario: Mozah – wie seid Ihr auf den Namen gekommen und warum habt Ihr Euch ein Nashorn als Symbol-Bild ausgesucht?
Mozah:
Das Nashorn passt einfach am besten zu unserer Musik: Es ist schwer, fett, gewaltig und trotzdem hauchzart und sensibel im Kern. Unser Nashorn hieß Thorsten, als wir es im Zoo getauft haben – wir fanden, Mozah klingt besser.

Scenario: Wer oder was hat Euch dazu inspiriert, in diese doch eher weniger verbreitete Musikrichtung zu gehen? Habt Ihr musikalische Vorbilder, an denen Ihr Euch orientiert?
Mozah: Als Blechbläser muss man sich in der Regel zwischen Jazz oder Klassik entscheiden. In der Pop-Musik kommt man häufig nur als Sideman oder in einer Hornsection unter. Vorreiter wie Moop Mama oder La Brass Banda haben gezeigt, dass Blasinstrumente nicht nur im Hintergrund attraktiv sind. Da wir der gleichen Meinung sind, möchten wir gerne unseren eigenen Stil der Brass-Musik definieren.

Scenario: Wie würdet Ihr Euren eigenen Sound beschreiben?
Mozah: Ein buntes Potpourri an melodiösen Refrain-Passagen, rhythmischen Bläserakzenten, sensibler Klang-Ästhetik und – nein, Quatsch! Unser Sound ist fett.

Scenario: Neun Menschen in einer Band – ist es da nicht manchmal schwierig, sich auf einen gemeinsamen Sound zu einigen?
Mozah: Natürlich muss man wie in jeder Band Kompromisse eingehen. Das gehört aber auch dazu und ist wichtig für den Arbeitsprozess.

Scenario: Mit welchen Themen setzt Ihr Euch inhaltlich in Euren Songs auseinander?
Mozah: Wir setzen uns mit unterschiedlichen Themen auseinander. Es gibt Texte, die sich zum Beispiel mit Rassismus oder der Spaltung innerhalb unserer Gesellschaft beschäftigen, aber auch Liebeserklärungen an Faultiere.

Scenario: Wie sehen Eure Zukunftspläne für dieses Jahr aus? Habt Ihr Songmaterial, das noch veröffentlicht wird?
Mozah: Im April veröffentlichen wir unsere EP mit sieben Songs und sind direkt im Anschluss auf unserer Release Tour. Ab Juli spielen wir auf verschiedenen Festivals und starten dann mit einer Auslandstour in den Herbst.

Scenario: Mozah live – wie können wir uns eine typische Show von Euch vorstellen?
Mozah: Ihr werdet tanzen, feiern und mit uns gemeinsam die Hütte abreißen. Und wir spielen nur eigene Songs.

Mozah „Release“-Tour
Mittwoch, 20. Februar 2019, 19 Uhr
Don’t Panic, Viehofer Platz 2, 45127 Essen
Der Eintritt kostet 8 Euro.
 www.mozah.de

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