Recklinghaeuser Zeitung Medienhaus Bauer

Interview mit Poetry Slammer Florian Stein: Der Heimatstadt Worte zurückgeben

Sarah Kappert 02. November 2018 09:24

  • Teaserbild

    Florian Stein – ganz privat…

  • Teaserbild

    … und bei der Arbeit. Als Poetry Slammer veranstaltet er die „WortMarlerei“ im HOT Hagenbusch in Marl.

Am 2. November 2018 startet der erste Poetry Slam „WortMarlerei“ im HOT Hagenbusch in Marl. Wir trafen Veranstalter, Autor und Poetry Slammer Florian Stein, um ihn dazu - und zu seinen drei Jobs - zu befragen.

Scenario: Florian, wie lange schreibst Du schon und was hat Dich dazu inspiriert?
Florian Stein:
Mich faszinieren Geschichten von Grund auf. Ich habe schon immer gerne gelesen und irgendwann wollte ich dann auch meine eigenen Geschichten erzählen. Seit ich richtig schreiben konnte, habe ich also meine eigenen Geschichten aufgeschrieben.

Scenario: Woher nimmst Du Inspiration für Deine Texte?
Florian:
Das ist wirklich unterschiedlich. Seit einem Jahr inspirieren mich oft Redewendungen, wie zum Beispiel „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“. Da würde mir sofort eine Handlung zu einfallen. Manchmal sind es auch Dinge, die mich einfach generell beschäftigen, wie zum Beispiel Integration. Früher haben mich manchmal auch interessante Sticker an Ampeln inspiriert.

Scenario: Was sollten Deine Leser oder Zuhörer auf jeden Fall aus Deinen Texten mitnehmen?
Florian:
Meine Texte handeln viel von Gemeinschaft und dem Miteinander. Ich hoffe, dass ich mit meinen Werken die Perspektive von manchen Menschen einfach erweitern oder sie zum Nachdenken anregen kann.

Scenario: Du bist in Marl aufgewachsen und später nach Bochum gezogen. Was hat Dich dazu bewegt, die Poetry Slams in Deiner Heimatstadt zu veranstalten?
Florian:
Ich habe natürlich eine Verbindung zu Marl und habe dort besonders als Jugendlicher viel Zeit verbracht. Im Ruhrgebiet gibt es bereits viele Poetry Slams und ich möchte meiner Heimatstadt mit dieser Veranstaltung etwas zurückgeben und die Kultur fördern.

Scenario: Du bist hauptberuflich Autor und Poetry Slammer. Hast Du für die Zukunft Weiteres geplant?
Florian:
Das ultimative Ziel für die Zukunft ist es, eigene Romane zu veröffentlichen – deswegen engagiere ich mich auch so für Poetry Slams. Ich wollte mehr schreiben und meinen Traum verwirklichen. In fünf Jahren hoffe ich darauf, mich im Printbereich etablieren zu können und in der Verlag-Szene Fuß gefasst zu haben. Momentan arbeite ich an einem Werk zum Thema „Gemeinschaft“, das sich aus Slam-Texten, Gedichten und Kurzgeschichten zusammensetzt. Aufbauen möchte ich das Buch mit den Kernthemen „Einsam, Zweisam und Gemeinsam“. Und Ideen für einen eigenen Roman habe ich natürlich auch schon.

1. WortMarlerei – Der Marler Poetry Slam
2. November, 20 Uhr
HOT Hagenbusch
Rappaportstr. 12
45768 Marl
Eintritt frei, ein Spendenhut geht herum

Teilen