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Tipps fürs Autofahrenlernen: Entspannt hinters Lenkrad klemmen

Marleen Wiegmann 05. Juni 2018 17:50

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    Der Fahrlehrer zeigt, wo es langgeht. Deshalb sollten Fahrschüler nicht nur in der Theorie-, sondern auch in der Praxisstunde genau zuhören, was er sagt. Und beim Autofahren gilt sowieso: Übung macht den Meister!

Autofahren lernen, zur Fahrschule gehen und schließlich die Prüfung absolvieren sind Dinge, die, wenn alles gut läuft, nur einmal in unserem Leben stattfinden. Dementsprechend groß ist die Anspannung vor der Theorie- und Praxis-Prüfung. Damit Ihr Euch etwas entspannter hinters Fahrschulauto-Lenkrad klemmen könnt, habe ich hier ein paar Tipps zusammengestellt.

Das Wichtigste ist, dass Ihr es wirklich konsequent durchzieht. Ich kenne ein paar Leute, die ihren Führerschein angefangen und dann einfach aufgehört haben, weil ihnen plötzlich die Motivation fehlte. Besonders nervig ist der trockene Theorieteil, denn das ist reines Auswendiglernen – nur leider gibt es keine Abkürzung hierfür. Hier müsst Ihr einfach durch! Mittlerweile hat fast jede Fahrschule eine App, mit der man bequem unterwegs lernen kann. Also, den ganzen Kram möglichst zügig durchziehen, damit Ihr dann auch schnell wieder auf diesen Zeitfresser „Fahrschule“ verzichten könnt!

Außerdem ist die Fahrschule wirklich kostenintensiv. Um Geld zu sparen, lohnt es sich deshalb auf jeden Fall, ein wenig die Preise in der Umgebung und im Idealfall auch Erfahrungsberichte von anderen zu vergleichen, bevor Ihr Euch einer Fahrschule verschreibt.

Habt Ihr Euch dann an einer angemeldet, ist es meiner Meinung nach am sinnvollsten, Theorie und Praxis parallel zu absolvieren, um möglichst viel von den Tipps und Regeln aus der Theorie in die Praxis einfließen zu lassen.

Dem Lehrer zuzuhören, wird sich auszahlen

Da im Wort „Fahrschule“ auch „Schule“ steckt: Hört aufmerksam Eurem Lehrer zu – egal, ob im Auto oder im Unterricht. Euer Lehrer gibt meist die besten Tipps und Ratschläge, indem er von früheren Problemen oder Fehlschlägen anderer Schüler erzählt. Außerdem weiß er, worauf es wirklich ankommt in den Prüfungen.

Und wie läuft das mit den Prüfungen? In der Theorieprüfung kann es wirklich wichtig sein, der ersten Eingebung zu folgen. Es gibt genug Geschichten von unbestandenen Tests, weil Fahrschüler noch einmal den Fragebogen durchgelesen und jedes Kreuzchen noch einmal – und dann falsch – versetzt hatten. Zuviel Nachdenken schadet hier häufig. Also, nur Mut beim Ankreuzen!

Und habt Vertrauen in Euch und Euren Lehrer! Häufig entscheiden die Lehrer, wann Ihr bereit für die Praxisprüfung seid, oder geben zumindest einen Ratschlag in die eine oder andere Richtung. Vertraut Eurem Lehrer und vor allen Dingen Euren Fähigkeiten! Wenn es zum Beispiel nach mir gegangen wäre, hätte ich nie meine Fahrprüfung gemacht. Doch ich wurde angemeldet und hatte danach gewissermaßen keine andere Wahl mehr.

Kurz vor der Prüfung steht sowieso erst mal die Generalprobe an. Wundert Euch aber nicht: Sie ist in den meisten Fällen ein Reinfall. Ich bin nach meiner heulend nach Hause gefahren und war der festen Annahme, an der kommenden Prüfung grandios zu scheitern. Doch ganz ehrlich? Hier gilt genau das Gleiche wie bei Auftritten. Je schlechter die Generalprobe, desto besser die Aufführung – und so war es auch bei mir.

So kurz vor der praktischen Prüfung gilt: Tief durchatmen und zusammen mit dem Prüfer ins Auto steigen! Ihr werdet nervös sein, denn jeder Prüfling ist nervös und das wissen auch Euer Fahrlehrer und der Prüfer. Sie werden sich in den meisten Fällen auch dementsprechend nett verhalten. Wenn es losgeht, fahrt genauso wie in der Fahrschule: defensiv und ruhig, denn Ihr müsst nichts beweisen mit einem riskanten Überholvorgang. Im Gegenteil! Bleibt, wenn Ihr Euch unsicher seid, lieber noch einen Moment länger an der Kreuzung stehen, denn dafür könnt Ihr nicht durchfallen.

Selbstbewusst, aber nicht übermütig auf der Straße

Und wenn Ihr doch etwas falsch macht, werdet nicht noch nervöser oder unruhiger! Ich weiß, dass das schwer ist, weil man immer wieder an seinen Fehler zurückdenkt, während man fährt. Aber erst mal fliegt Ihr wegen eines kleinen Fehlers nicht raus. Also, cool bleiben und die Verunsicherung abschütteln! Versucht, selbstbewusst, aber nicht übermütig weiterzufahren!

Übrigens: Man kann immer Pech mit einem Prüfer haben. Wenn Ihr das Gefühl habt, in der Prüfung bei einem totalen Miesepeter gelandet zu sein und Ihr Euch nicht mal mehr vorstellen könnt, wie Ihr jetzt noch Euren Führerschein bekommen sollt, lasst nicht den Kopf hängen! Egal, wie schlecht der Prüfer drauf ist, er kann Euch nur durchfallen lassen, wenn Ihr auch einen Fehler macht. Gedanken an Durchfallquoten und Ähnliches solltet Ihr dementsprechend auch von Euch fortschieben.

Ich hoffe, dass Ihr alle mit meinen Tipps mit einer Plastikkarte im Portemonnaie aus dem Fahrschulwagen aussteigen könnt.

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