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Flexibler Ruhepol: Benjamin Stambouli ist auf Schalke angekommen

Frank Leszinski 11. Januar 2018 05:42

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    Benjamin Stambouli (r.) ist mit der Schalker Hinrunde zufrieden.

Gelsenkirchen „Eine Leidenschaft, die ich nicht vermissen möchte!“ So hat Benjamin Stambouli kürzlich den FC Schalke 04 charakterisiert. In seiner zweiten Saison auf Schalke hat sich der Franzose von einem Mitläufer zu einer Stammkraft entwickelt. Und das auf einer für ihn ungewohnten Position als rechter Verteidiger.

In seiner Premierensaison bei den Königsblauen kam der 27-Jährige im defensiven Mittelfeld nicht so gut zurecht. Nach dem Trainerwechsel von Markus Weinzierl zu Domenico Tedesco blühte Stambouli als Mitglied der von Tedesco meistens favorisierten Dreierkette auf der neuen Position regelrecht auf.

Das belegt auch die Statistik. Obwohl der Franzose wegen einer Sperre aus der Vorsaison in den ersten beiden Bundesligapartien nicht zur Verfügung stand, kam er in der Hinrunde in 13 Partien zum Einsatz, davon zwölfmal in der Startelf. Nur mit einem Bundesligator hat es beim 14-fachen französischen U21-Nationalspieler noch nicht geklappt.

Was Stambouli gelassen registriert, für ihn ist der mannschaftliche Erfolg am wichtigsten. „Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt. Die Pause war wichtig für den Körper und den Kopf. Jetzt wollen wir in Leipzig gut in die Rückrunde starten.“

Dass sich beim letzten Schalker Gastspiel in Leipzig RB-Stürmer Timo Werner als „Schwalbenkönig“ hervortat, bewertete Stambouli so: „Das ist noch ein bisschen im Hinterkopf, aber wir sind Profis. Die richtige Antwort von unserer Mannschaft wäre ein Sieg, um unseren zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.“

Trotz des Schalker Höhenflugs rechnet sich Stambouli nur geringe Chancen aus, noch für das französische WM-Aufgebot in Betracht zu kommen. „Darüber mache ich mir keine Gedanken. Zwar wird die Schalker Entwicklung vom französischen Trainerteam sicherlich registriert, aber ich konzentriere mich ganz auf die Bundesliga“, so der 27-Jährige.

Damit ist er gut gefahren. Auch die deutsche Sprache beherrscht der Franzose immer besser. Und auch Manager Christian Heidel darf sich bestätigt fühlen. Der 54-Jährige war immer weit davon entfernt, Stambouli aufzugeben: „Man darf nicht vergessen: Er kam in eine neue Liga, musste sich in einem neuen System zurechtfinden. Wir sind die Allerletzten, die ihn jetzt schon abschreiben. Er besitzt das Potential, ein sehr guter Bundesligaspieler zu sein,“ sagte Heidel vor rund einem Jahr und warb um etwas Geduld.

Konkurrenzkampf

Längst hat Stambouli nun bestätigt, dass er in der Bundesliga mithalten kann. Dass in der Rückrunde durch die Neuzugänge Marko Pjaca und Cedric Teuchert der Konkurrenzkampf auf Schalke noch größer wird, bewertet er gelassen. „So ist das Profigeschäft. Je größere Qualität wir im Kader haben, desto besser“, so der Abwehrspieler.
Am Donnerstag wird nicht öffentlich trainiert.

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