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Mittelfeld-Juwel droht Hinrunden-Aus: Naldo verlängert bis 2019, Goretzka fällt aus

Matthias Heselmann 07. Dezember 2017 20:59

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    Muss weitere Untersuchungen über sich ergehen lassen: Leon Goretzka.

Gelsenkirchen Wenn Schalke am Samstag (18.30 Uhr/live bei Sky) bei Borussia Mönchengladbach antritt, muss Trainer Domenico Tedesco auf seinen besten Mann verzichten. Leon Goretzka fällt verletzt aus – und das wahrscheinlich für den Rest der Hinrunde. Das ist bitter, doch es gab auch erfreuliche Nachrichten von der „Personalfront“.

Mit Abwehrboss Naldo verlängerte Schalke den Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2019.
Schalkes Teammanager Axel Schuster wollte sich auf keinen Termin festlegen, an dem Goretzka wieder ins Training einsteigt. Der Mittelfeldspieler leidet seit einiger Zeit an einer knöchernen Stressreaktion im Unterschenkel, die sich offenbar als hartnäckiger erweist als gedacht. „Er hat nach dem Derby wieder Probleme gehabt, obwohl er vor dem Spiel beschwerdefrei war“, erläuterte Schuster. „Jetzt wollen wir abwarten, bis die Schmerzen abgeklungen sind und nutzen die Zeit für weitere Tests, um allen Ursachen auf den Grund zu gehen.“



Die Verletzung Goretzkas fällt in eine Zeit, in der die Entscheidung über die Zukunft des 22-Jährigen ansteht. Einen Zusammenhang wollte Schalke-Manager Christian Heidel allerdings nicht herstellen. „Das spielt überhaupt keine Rolle“, so Heidel. „Wir reden ja auch nicht von einer Verletzung, bei der man sich sorgen müsste, dass Leon nicht mehr Fußball spielen könnte.“ Goretzka wird in jedem Fall in der Rückrunde noch für Schalke spielen.

Was wird aus Coke?

Ob das für Coke auch gilt, wird sich zeigen. Bekanntlich kommt der Spanier unter Tedesco nicht zum Zuge  – und Heidel hatte schon mehrfach angedeutet, dass er Coke bei einem Wechselwunsch keine Steine in den Weg legen würde. „Es gibt Gespräche mit einem spanischen Klub, aber noch keine Entscheidung“, so Heidel.

Ansonsten seien keine größeren Veränderungen im Kader zu erwarten, vorausgesetzt, dass sich in den letzten Spielen vor der Winterpause nicht noch einige wichtige Spieler verletzen. „Es zeigt sich, dass es richtig war, mit einem kleinen Kader in die Saison zu gehen“, bilanziert Heidel. „Wir haben sehr viele positive Schlüsse aus der Kadergröße gezogen. Jeder Spieler hat die Chance auf einen Einsatz im Spiel.“g

Die Nachricht, dass Naldo noch ein weiteres Jahr auf Schalke spielt, wird die meisten Fans erfreuen: Nicht erst seit seinem Derby-Treffer zum 4:4 gilt der 35-Jährige als Publikumsliebling. „Naldo ist seit seinem Wechsel zu uns in jeder Hinsicht der Führungsspieler geworden, den wir uns gewünscht haben“, lobte Heidel.

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