Recklinghaeuser Zeitung Medienhaus Bauer

Neuzugänge unter Vertrag: Schalke legt bei Transfers hohes Tempo vor

Frank Leszinski 31. Mai 2018 07:37

  • Teaserbild

    Der Berliner Steven Skrzybski beim Zweikampf. Er ist einer der Schalker Neuzugänge. Foto: Uwe Anspach

Gelsenkirchen Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren scheint es diesmal ein sehr ruhiger Transfersommer beim FC Schalke 04 zu werden. Denn nach der Verpflichtung von Steven Skrzybski (Union Berlin) haben die Königsblauen bereits vier Neuzugänge unter Vertrag genommen.

Mark Uth (Hoffenheim), Salif Sané (Hannover) und Suat Serdar (Mainz 05) sollen den Konkurrenzkampf im Kader verstärken und personelle Alternativen für die zusätzlichen Spiele in der Champions League sein. Trainer Domenico Tedesco dürfte sehr zufrieden sein mit dem aktuellen Zwischenstand. Erstmals kann der 32-Jährige aktiver in die Personalpolitik eingreifen. Der Mix aus Spielern, die in der Bundesliga bereits Duftmarken gesetzt haben (Uth, Sané), und solchen, die noch reifen müssen (Serdar, Skrzybski), ist ein wesentliches Kennzeichen bei den Transfers. Zudem dürfte Tedesco freuen, dass Schalke schon zu solch einem frühen Zeitpunkt viele Personalfragen abgearbeitet hat.

Priorität hat jetzt noch die Verpflichtung eines zentralen Mittelfeldspielers, wie Sportvorstand Christian Heidel im Gespräch mit dieser Zeitung ankündigte. Hier haben die Königsblauen nach den Abgängen von Leon Goretzka (FC Bayern München) und Max Meyer (immer noch Ziel unbekannt) noch Bedarf. Bisher hat Heidel an Ablösesummen rund 21 Millionen Euro ausgegeben. Suat Serdar war mit 10,5 Millionen Euro der teuerste Neuzugang. In einer ähnlichen finanziellen Größenordnung dürfte sich auch der Transfer des noch gesuchten neuen Mittelfeldspielers bewegen. Hier haben die Blau-Weißen noch finanziellen Spielraum durch die enormen fixen Zusatzeinnahmen durch die Champions League.

Sieben Leihspieler

Weiteres Geld könnten die sieben Spieler einbringen, die Schalke ausgeliehen hat. Bei drei von ihnen ist jedoch schon klar, dass sie erst einmal zu Schalke zurückkehren: Johannes Geis (FC Sevilla), Luke Hemmerich (VfL Bochum) und Haji Wright (SV Sandhausen), die bei ihren neuen Klubs nicht überzeugen konnten.
Bei Fabian Reese gibt es Hoffnung auf eine Einigung mit Zweitligist Greuther Fürth. Wie es mit den ausgeliehenen Coke (Levante), Benedikt Höwedes (Juventus Turin) und Donis Avdijaj (Roda Kerkrade) weiter geht, ist offen.

Ur-Schalker Höwedes ließ zwar zuletzt verlauten, dass er sich eine Rückkehr zu den Königsblauen vorstellen könne, doch es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass Trainer Tedesco mit dem Weltmeister von 2014 plant.

Teilen

Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Titel:
Text:
Sie können bis zu 2000 Zeichen als Text schreiben.